Biografie

Ihr Lieben

Es gibt bekanntlich unzählige Arten Bücher. Fachbücher, Lexika, Atlanten, Romane, Krimis, Kinderbücher oder zum Beispiel Biografien. Ich habe mir oft überlegt, was ich in meine Biografie schreiben würde, sollte diese jemals als Buch erscheinen oder zumindest geplant sein. Da ich bis heute auf keinen grünen Zweig gekommen bin, hat sich mein aus Zürich stammender, guter und lieber Freund Pierre dieser Aufgabe angenommen und für mich mein Leben schriftlich festgehalten.

Viel Vergnügen.

Diese Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit.

An einem sonnigen Septembertag im Jahre 1995 wurde die Ruhe, in der die Welt badete, ein und für alle Mal ruiniert. Ein laut über Bücher redendes Baby kam zur Welt. Es hatte den Ärzten schon fünf Bücher empfohlen, als diese sich wegen des Ostschweizer Dialektes in die Flucht retteten – sie wurden seither nie mehr gesehen. Das Baby, tja, das war ich. János Csenda, heute 22 Jahre alt. Mein Leben verlief bis heute nicht immer ganz normal. Ich hatte Mühe, im Kindergarten neue Freunde zu finden. Dabei wusste ich noch nicht, dass ihnen Goethes Faust zu erklären nicht die beste Methode dafür war.

In der Primarschule hatte ich auch des öfteren Probleme mit meinen Lehrern, was vielleicht daran liegt, dass mein letztes Wort bei Diskussionen immer „das ist relativ“ war. Ein Lehrer hasste mich besonders. Er hatte mir einmal gesagt, dass er daran dachte, ein Buch zu veröffentlichen. Ich antwortete ihm, dass ich das Buch schon gelesen hatte.

Im gleichen Stile ging es in der Oberstufe weiter. Mit Frauen hatte ich auch immer Mühe, da ich Bücher immer attraktiver fand. Treu war ich auch nicht immer, im Schnitt habe ich sogar ungefähr zehn verschiedene Bücher pro Woche in meinem Bett … und an ihre Namen kann ich mich auch nicht immer erinnern.

Logischerweise arbeite ich heute in einer Buchhandlung (die, ganz nebenbei gesagt, besser ist als Orell Füssli). Dort muss ich meine Triebe etwas kontrollieren, was ich nach sechs Monaten schon viel besser beherrsche.

Ich denke, ich sehe meine Zukunft so: ein schönes, grosses Hardcover heiraten, ganz viele kleine Reclam-Hefte haben und das Glück finden. Aber was Glück ist, das ist ja relativ!

Da ist sie meine Lieben – die Wahrheit. So wahr wie sie nur sein kann – unverblümt, direkt, ehrlich.

Ein riesiges Dankeschön an Pierre, der sich die Zeit genommen hat, um meine Lebensgeschichte zu Papier zu bringer. Treffender hätte ich es selbst nicht sagen können!

Habt eine gute Zeit und passt auf euch auf.

Euer

Jan

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