Morgens in der Bahn

Ich sitze gerade wieder einmal in der Bahn und lese Zeitung. Richtige Zeitung. Gross und breit. Eine Zeitung, für die man länger braucht als nur zwanzig Minuten. Bin dabei ein wenig stolz auf mich selbst. Stolz darauf, einen Unterschied zu machen. Dinge anders zu tun. Grenzen zu überschreiten. Und trotzdem fühle ich mich ein wenig…

Zeit für Tee

Tea-time ist zu einem Begriff dafür geworden, im rechten Moment die Bremse zu ziehen. Auf sich selbst zu achten und bewusst von Zeit zu Zeit eine Pause einzulegen. Manchmal reichen fünf Minuten, manchmal fahre ich für die Tasse Kaffe mehrere Stunden.

Frohes neues Ja

Ich hab’s getan. Es ist fertig. Einfach so. Done. Ihr hört das oft, ich weiss; lange war’s ruhig hier. Fast zwei Monate ist es her, dass ihr von mir gehört habt. Tut mir leid. Der Buchhandel ist ein eigenes kleines Universum. Weihnachten im Buchhandel dagegen, das empfinde ich zumindest so, ist nocheinmal eine eigene kleine Welt…

ganz herzlich, von Rolf Hermann

Ein kleiner, gemütlicher Raum; in der Grösse eines etwas ausladenderen Wohnzimmers. Durch das Rolltor, das das Zimmer mit den unverputzten Backsteinwänden vom Restaurant trennt dringen gedämpft Geräusche hindurch. Das Klirren von Gläsern. Die Stimmen der Tischgespräche. Der Klang vom Besteck, das über die Oberfläche eines Tellers geführt wird. Der Geruch von gekochtem Essen hängt in…

Für Hemingway

Sonntag. Es gibt Momente, die perfekt sind, um zu lesen. So wie jetzt. Draussen. An der Sonne. Mit Kaffee in der einen, Hemingways ‘The Old Man and the Sea’ in der anderen Hand. Ich kann nicht sagen wie, oder warum, aber manche Momente sind einfach perfekt für etwas. Die Geschichte des alten Kubaners Santiago und…

Georg besucht Frank

Hinter mir schliesst sich die letze Türe und da stehe ich nun – inmitten von Trödlern, Händlern und Liebhabern. Der Geruch von altem Krempel und Papier liegt in der Luft. Für mich gehen gerade zwei Tage Frankfurter Buchmesse zu Ende – zwei Tage voller interessanter Eindrücke, spannender Begegnungen und neu angehäuftem Wissen. Donnerstag Zum ersten…

An der Elbe

Als ich die Augen das erste Mal aufschlage seit ich am Rhein in den Zug eingestiegen bin, bietet sich mir ein unbeschreibliches Bild. 
Im morgendlichen Sonnenlicht zieht die Landschaft dahin. die Felder, teilweise bereits geerntet, leuchten noch immer ockergelb. Zwischen ihnen bahnen sich einzelne Pfade und Aleen ihren Weg. Ein paar Schleierwolken; der Himmel ansonsten…

Zufriedenheit

Es gibt Tage, an denen ich einfach zufrieden bin. An diesen Tagen bin ich zufrieden mit mir, zufrieden mit meinem Leben. Bin zufrieden mit der Welt. Heute is so ein Tag. Und gestern war ein solcher Tag. Und vorgestern. An solchen Tagen wird mir bewusst, wie wenig meine Zufriedenheit beeinflusst. Wie wenig es braucht, damit…

Book-Update #2

Seit einem Monat ist es jetzt so. Es ist da. Endlich. Gleichzeitig geht was zu Ende. Einfach so. Fertig. Aus. Ihr erinnert euch vielleicht. Im Frühling veröffentlichte Tatjana Stucki ihren Debütroman Trauriges Happy-End. Was mich an dem Buch so fasziniert hat (und noch immer tut), könnt ihr in meiner Rezension hier nachlesen. Spoiler-Alarm: Wenn ihr…

Einundzwanzig, Zweiundzwanzig, Dreiundzwanzig

Ich habe es letztes Jahr gesagt und ich sage es dieses Jahr wieder. Ich wünschte mir, ich könnte die Welt anhalten. Raum und Zeit durchqueren. Mal hier mal dort hin fliegen und Orte besuchen. Bei einzelnen Menschen vorbeischauen. Jeden einzelnen von ihnen besuchen und Danke sagen. Danke sagen dafür, dass sie jedes Jahr an mich…